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Gedankengänge

Erst wenn das Wasser aufwärts fließt, werden wir erkennen,

dass die Welt Kopf steht.

 

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17.6. – 20h18 – Notaufnahme

 

„Und wen haben wir da?“

„Ein Patient der nicht spricht. Sehen Sie nur, welch starren Blick er hat.“

„Was haben die ersten Reaktionstests ergeben?“

„Nichts – er reagiert auf rein gar nichts. Sehen Sie nur – kein Augenreflex.“

„Was wissen wir über den Herrn? Wie heißt er eigentlich“

„Meier. Tja nicht sehr viel. Die Besitzerin eines Lokals hat bei uns angerufen und wir haben ihn abgeholt. Sie meinte nur, dass sie ihn noch gefragt hat welches Öl er auf den Salat möchte und dann hat er sie angeschrien, dass es ihm – ich wiederhole es jetzt nicht. Nach ein paar Sekunden gab er jedoch keinen Laut mehr von sich und starrte nur noch vor sich hin.

„Na das wird es ja nicht verursacht haben. Bringen Sie ihn in den Röntgenraum.“

 

 

Wir machen einen kleinen Rückblick und beginnen am

 

 

17.6. – 6h23 – Wohnung Meier

 

„Schatz! Welchen Tee möchtest Du? Kamille, Pfefferminz oder doch Malve?“

„Liebling nimm einfach den ersten, den Du erwischt. Bin sowieso spät dran. Ich werde mir auf dem Weg in die Arbeit in der Bäckerei etwas mitnehmen.“

„Ich mach Dir schnell was. Toast, Schwarzbrot, oder Knäckebrot.“

„Danke, ist lieb von Dir, aber ich muss dann. Könnte heute etwas später werden, da ich mich nach der Arbeit noch mit Bernie treffe. Ciao!“

 

17.6. – 6h34 – Bäckerei

 

„Guten Morgen! Was kann ich für Sie tun?“

„Ich hätte gern ein Korngebäck!“

„Gerne! Mit Sesam, Sonnenblumenkernen, Mohn,…“

„Eines mit Sonnenblumenkernen bitte. Und einen Kaffee zum Mitnehmen bitte.“

„Sehr gerne der Herr. Groß, klein, im Becher mit oder ohne Deckel, Espresso, mit Milch, mit Zucker, mit Vanillegeschmack,…“

„Einfach Kaffee mit Milch – geht das?“

„Selbstverständlich. Normale Milch, fettfrei, Obers,…“

„Normale Milch – B i t t e!“

 

 

17.6. – 6h43 – Fahrkartenverkaufsstelle

 

„Guten Tag! Ich hätte gerne einen Fahrschein.“

„Na da sind Sie bei mir aber falsch! Nein, war nur ein kleiner Scherz. Brauchen Sie eine Tageskarte, ein Einzelticket, eine Wochenkarte, ein…“

„Halt, Sie können aufhören – einfach einen Fahrschein, damit ich in die Stadt komme.“

„Gut also ein Einzelticket.“

„Ja genau.“

„Sie könnten aber gleich ein Vierer-Einzelticket-Paket nehmen, da ersparen Sie sich….“

„Jede Menge – ich weiß – ich brauche aber nur einen einzelnen Fahrschein – ein Stück.“

„ Das geht leider nicht – Mindestabnahmemenge sind zwei.“

„Warum das – egal – geben Sie einfach her.“

 

 

17.6. – 7h18 – Endstation

 

„Hallo mein Herr, haben Sie kurz Zeit mir ein paar Fragen zu beantworten.“

„Wenn es schnell geht.“

„Aber ja – keine fünf Minuten der Herr. Es geht um Ihren Musikgeschmack. Tendieren Sie eher zu Rock oder Klassik?“

„Und wenn ich beides mag?“

„Das geht leider nicht. Also Rock oder Klassik. Gut – vielleicht später. Tendieren Sie eher zu Punk oder Volksmusik? Wo gehen Sie denn hin?“

 

 

17.6. – 8h02 – Büro

 

„Bitte sei so nett, wenn Du runter gehst, bring mir bitte einen neuen Kuli mit – der hat den Geist aufgegeben.“

„Mach ich gerne – einen zum Drehen oder zum Drücken“

„Ganz egal – was sie da haben.“

„Blau oder schwarz.“

„Nimm einfach irgendeinen mit. Bitte – Danke!“

 

 

17.6. – 9h16 – Büro

 

„Ich hol mir was zu trinken. Möchtest Du auch etwas?“

„Sehr gerne. Ja ein Cola bitte.“

„O.k., Cola light, Cola Zero, koffeinfrei,..“

 

„Ein stinknormales Cola bitte – schwarz mit viel Zucker drin!“

„Und Milch auch?“

„Wie bitte?“

„War nur ein Scherz Kollege.“

 

 

17.6. – 9h58 – Besprechungsraum

 

„Und welchen Farbton nehmen wir nun für die neue Kampagne.“

„Ich dachte rot.“

„Ach, Du hast ja keine Ahnung. Wir haben hier zwölf Rottöne liegen. Nein elf, der eine muss weg, ja der mit dem Stich ins Orange – grässlich!“

„Also viel Unterschied ist da ja nicht zu erkennen. Ich mache die Augen zu und tippe mit dem Finger auf eine Karte.“

„Wo kommen wir denn da hin. So geht das nicht. Du nimmst das nicht ernst. Wenn wir uns hier vergreifen ist die ganze Kampagne….“

„Gut, welchen empfiehlst Du?“

„Rot 232 – aber die Letztentscheidung liegt natürlich bei Dir!“

„Gekauft.“

 

 

17.6. – 10h47 – Büro

 

„Darf ich Dich kurz stören?“

„Hast Du schon. Was gibt es denn?“

„Wir sollen die Blumen für Franziskas Geburtstag auswählen. Ich dachte entweder Lilien, oder vielleicht doch Rosen – nein zu persönlich. Tulpen sind ideal.“

„Wunderbare Idee. Ich hab da noch was fertig zu machen…“

„Ja, ja bin gleich weg – welche Farbe soll ich nehmen?“

„…………..“

 

 

17.6. – 12h42 – Kantine

 

„Weißt Du was es heute zu essen gibt?“

„Ja selbstverständlich: Klare Suppe mit einer Einlage Deiner Wahl – Nudeln, Leberknödel, … Grillteller mit Gemüse und wahlweise Pommes, Reis, oder….Wo gehst Du hin?“

„Zurück ins Büro – ich habe noch ein Joghurt und ein paar Kekse. Das reicht mir für heute.“

 

 

17.6. – 14h13 - Büro

 

„Hallo mein Freund. Bleibt es bei heute Abend?“

„Natürlich!“

„Wo gehen wir hin? Möchtest Du italienisch, chinesisch, indisch oder was anderes essen?“

„Eigentlich wollte ich nur was trinken – daher ist mir das Lokal heute nicht so wichtig.“

„Na dann könnten wir doch in die Schwarze Katze, oder das Lokal am Eck, oder den…“

„Ja klingt wirklich gut.“

„Welches jetzt.“

„Na das!!“

 

17.6. – 15h46 – Telefonanruf

 

„Schatz! Ich plane gerade das Wochenende. Hast Du Lust auf Kino, oder Theater, oder gehen wir einfach mal gemütlich spazieren. Wie wäre es im Stadtpark, oder in der Au, oder…“

„Liebling können wir das nicht morgen früh besprechen?“

„Jetzt wäre mir lieber, denn die Müllers haben gefragt, ob wir zum Grillen kommen wollen und die Hubers wollen uns auch schon lange einladen. Was wäre Dir lieber Schatz – Huber oder Müller. Jedenfalls brauche ich einen Tag am Wochenende frei und da möchte ich ins Kino, oder Theater, oder wir gehen einfach mal gemütlich…Schatz, bist Du noch da?“

 

 

17.6. – 16h38 – Büro

 

„Wissen Sie nun endlich welches neue Büro Sie beziehen wollen. Jenes im 2. Stock südseitig, oder doch das im 4.Stock – ist allerdings nordseitig Richtung Autobahn.“

„Ehrlich gesagt ist es mir sche…..egal welches Büro ich…“

„Na Sie sind aber heute nicht gut drauf. Ich komme lieber morgen wieder, bevor Sie mich noch beißen. Ist das Schaum vor Ihrem Mund?“

 

 

17.6. – 17h22 – vor dem Bürogebäude

 

„Na endlich bist Du da. Fahren wir ins Lokal am Eck.“

„Perfekt – danke!“

„Wir können entweder mit der U-Bahn, dem Bus oder der Straßenbahn fahren. Mit dem Bus müssten wir aber zweimal umsteigen, ist aber nicht so schlimm, denn….“

„Welche ist die schnellste Strecke!“

 

 

17.6. – 17h34 – U-Bahn

 

„Schatz! Du hast mir noch nicht wegen dem Wochenende Bescheid gegeben. Huber oder Müller.“

„Meier!“

„Immer lustig aufgelegt mein Schatz – das sind wir!“

„Egal.“

 

 

17.6. – 17h51 – U-Bahn

 

„Hallo Herr Meier. Entschuldigen Sie bitte die späte Störung. Aber wir haben übermorgen den Termin in Berlin. Wollen Sie mit der Bahn, dem Auto oder dem Flugzeug anreisen…..Herr Meier, hallo!“

 

 

17.6. – 18h27 – Lokal am Eck

 

„Was darf ich Ihnen zu trinken bringen?“

„Ein kleines Bier bitte!“

„Hell, dunkel, gemischt,…“

„Ein ganz n o r m a l e s Bier BITTE! Im Glas, gut gekühlt, mit Schaumkrone, und das alles – wenn möglich - ohne Lippenstiftränder – und zwar egal, ob rot, blau, grün oder was auch immer!!!“

 

 

17.6. – 18h43 – Lokal am Eck

 

„Haben die Herren schon eine Speise gewählt?“

„Ich hätte gerne den Schwarzbrottoast und einen gemischten Salat.“

„Wollen Sie auf Ihren Salat Olivenöl, Kürbiskernöl oder normales Sonnenblumenöl, denn ich….“

„AAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH. Sie…..“

 

Der Rest fällt der Zensur zum Opfer….

 

 

 

17.6. – 20h18 - Notaufnahme

„Und wen haben wir da?“

„Ein Patient der nicht spricht. Sehen Sie nur,…“

 

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