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Gedankengänge

Erst wenn das Wasser aufwärts fließt, werden wir erkennen,

dass die Welt Kopf steht.

 

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Alle Jahre wieder!

Sommerzeit ist Reisezeit

 

 

Es naht mit Riesenschritten
die Sommerreisezeit,
man steht dann gern inmitten
der Autoschlange – ist bereit,

 

die Qual auf sich zu nehmen,
der Hitze fest zu trotzen,
im Auto, im bequemen,
um dann im Stau zu motzen.

 

Schon Wochen vorher startet
die halbe Welt den Plan,
auch wenn man ewig wartet,
bis man dann fahren kann.

 

Es wird gekauft, es wird probiert
die neuste Bademode,
weil man sich sonst ja nur blamiert.
Der Altbestand aus der Kommode

 

ist heuer keinesfalls der Hit,
zumal ist alles furchtbar eng,
da man nicht mehr so richtig fit,
sitzt die Short doch etwas streng.

 

Doch das ist lang nicht alles,
es fehlt noch ganz schön viel,
damit das Köfferchen, ein pralles,
begleitet uns ans Urlaubsziel.

 

Voll gepackt mit wichtgen Sachen,
unverzichtbar für die Reise.
Was würde man ohne sie machen,
es geht nur mal auf diese Weise.

 

Mit Zimmer, Küche, Kabinett,
um ja nichts zu vermissen.
Am besten noch das eigne Bett,
mitsamt der Decke und dem Kissen.

 

Das Kfz, wie jedes Jahr,
ist eindeutig zu klein.
Ist schon ein wenig sonderbar,
was da muss alles rein.

 

Hat man den Stau erst hinter sich,
beginnt das Abenteuer.
Die Urlaubszelle ärgerlich,
das Essen nicht geheuer.

 

Zu heiß der Sand, das Wasser dreckig,
kein Wort versteht der Ober,
das Fenster rund, die Wanne eckig,
der ganze Urlaub ein Zinnober.

 

Am zweiten Tag ein Sonnenbrand
und Lebensmittelallergie.
Nicht mal ein Platz am Beckenrand,
man stürzt – es schmerzt das Knie.

 

Schreiend Kinder, zu viel Leute,
der Tag ist zu vergessen,
und mittags rennt die ganze Meute
zum Buffet, sich voll zu fressen.

 

Nachmittags ist auch kein Platz,
geschweige denn ein wenig Ruh,
dauernd Anime-Rabatz
mit Schakeliin, der blöden Kuh.

 

So geht es sieben Tage lang,
endlich geht’s nach Haus.
Raus aus diesem Urlaubszwang,
Erholung? Nein – ein Graus!

 

Doch Freunden und Kollegen
wird vorgeschwärmt vom Paradies:
„Der Urlaub war ein Segen!“,
obwohl er furchtbar mies.

 

Nach kurzer Zeit ist es vergessen,
man freut sich auf die Reise.
Vom Urlaubsorte ganz besessen,
wie jedes Jahr auf gleiche Weise.

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